In der letzten Gemeinschaftsstunde im Jahre 2009 hatte der Männerchor den Dienst übernommen. Nachdem der Chor das Lied „Es steht die Zeit in deinen Händen“ gesungen hatte, hielt Gemeinschaftsleiter Helmut Menk ein Rückblick auf 2009. Es gab viel Positives zu berichten, aber auch negatives. Dies ist in einer lebendigen Gemeinde nun mal nicht zu vermeiden. Hauptsache ist, das Jesus Christus der Mittelpunkt in unsere Gemeinde bleibt. Danach hielt Pfr. Eberhard Hoppe aus Herborn die Predigt zu dem Thema: Christus in uns und wir in Christus. In einem Teil seiner Predigt hatte Pfr. Hoppe sich mit der Freude von uns Christen befasst. Auch wenn die Nachrichten in 2009 meist nur negatives verkündet haben, sollten wir als Christen nicht mit einem Miesmacher Gesicht herumlaufen. Wir haben doch eine Hoffnung, die über diese Zeit hinaus geht. Die Bibel sagt uns klar, dass diese Erde der Vergänglichkeit unterliegt und wir damit rechnen müssen, dass sich nicht alles wieder zum Positiven wendet. Trotzdem sollen wir uns nicht hängen lassen und froh unsere Arbeit, unseren Dienst tun. Ebenso im Miteinander und wo immer wir auch von Gott hingestellt werden. Aber vielleicht treffen uns die äußeren Umstände ja gar nicht so, guter Job, finanziell alles bestens, kein Grund zur Klage. Da kann man sich freuen, aber können wir uns auch dann noch freuen, wenn Krankheit oder Tod, bei uns oder einem unserer Nächsten akut ist. Ja, auch das ist möglich sagte Pfr. Hoppe. Im Vertrauen auf Gott, das er den richtigen Weg für uns kennt und uns alles zum Besten dient, können wir auch das annehmen was uns nicht gefällt. Wer dann noch Freude ausstrahlt ist für andere ein gutes Zeugnis seines Glaubens. Katastrophen und Leid können auch dazu dienen, einen Menschen, die Gemeinde, eine Nation zum Umdenken zu bewegen weil wir auf einem falschen Weg sind. Gebe Gott, dass wir das dann auch erkennen. Wir wissen nicht was uns 2010 erwartet, wir wissen aber, dass Gott alles in seinen Händen hält, auch wenn es oft nicht so aussieht. Deshalb können wir getrost in das Jahr 2010 gehen. Mit einer Gebetsgemeinschaft und dem Segen von Pfr. Hoppe wurde die Stunde beendet.
Montag, 4. Januar 2010
Donnerstag, 24. Dezember 2009
Zum Schluß!

Aus dem Chorleben! Wir freuen uns ganz besonders, das Klaus Nies, der nach langen Jahren der Abwesenheit, uns nun wieder hilft, Gottes Lob zu verkündigen. Aber diese Freude wiegt nur wenig über die, das sein Leben, das auf den absoluten Null Punkt war, Jesus Christus als Retter gefunden hat. Das ist einfach Spitze. Wir können Gott nur dafür danken!!!!!!
Wir wünschen allen Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest 2009 und ein gesegnetes Jahr 2010.
Gemeinschaftsstunde 20.12.09
An diesen Abend hielt Oliver Post die Predigt. Als Grundlage seiner Predigt diente der Text aus Jesaja 42. Dieser Text wurde ca. 700 Jahre vor dem Ereignis in Bethlehem geschrieben. Aber nicht nur die Geburt des Jesus Kindes, auch dessen Leben und Wirken hatte Jesaja vorher gesagt. Jesaja sprach von dem Knecht, der unauffällig, arm und ohne Macht auszuüben kommen und leben wird. Die Juden konnten mit diesem Text damals wohl nicht viel Anfangen. Uns ist heute aber klar wer hier als der Knecht gemeint ist, Jesus Christus, dessen Geburt wir nun wieder feiern. Aber auch 700 Jahre später konnten die Juden mit der Geburt Ihres Messias nichts Anfangen, da sie ja genau das Gegenteil, stark und mächtig, von ihrem Messias erwarteten. Dies hatte Jesaja aber nicht voraus gesagt, zumindest nicht für das erste kommen Jesus auf diese Erde. Es wird aber beim zweiten kommen Jesus auf diese Erde, das Eintreffen, was die Juden erwarten. Er wir dann Recht und Ordnung schaffen und auch die Mächtigen dieser Erde müssen sich vor Ihm beugen. Darauf können wir uns freuen, auch dann, wenn die Ereignisse in dieser Welt uns Angst bereiten.
Samstag, 21. November 2009
18.11.2009 Buß- und Bettag
Zum zwecke der Geldeinsparung wurde der Buß- und Bettag, als Feiertag, vor einigen Jahren in den meisten Bundesländern leider abgeschafft. Trotzdem wird dieser Tag mit Gottesdiensten und Andachten bedacht. So auch im Christlichen Seniorenheim in Lützeln. Der CVJM Männerchor Burbach wurde eingeladen, um eine Feierstunde zum Buß- und Bettag mitzugestalten.
In seiner Begrüßung ging Heimleiter Jochen Loos auf die Wichtigkeit dieses Tages hin. Der schon oben erwähnten Umstände wurde bedacht. Es folgten Lieder und Lesungen im Wechsel, die überwiegend Psalmen zum Inhalt hatten. In seiner Andacht machte Heinz-Otto Beimdieke an König Saul und David klar wie wir Menschen sind. Obwohl die beiden anfangs gut miteinander konnten, wurde die Eifersucht auf David immer größer und im laufe der Zeit lies sie König Saul zu puren Hass umschlagen. Wir sind im Umgang mit unserem Mitmenschen zu allem fähig. Wir können sogar Halleluja sagen und im nächsten Moment jemanden Verfluchen. Auch David hat in seinem Leben jegliche Art von Schuld auf sich geladen. Im Gegensatz zu Saul wusste er aber, wo er mit seiner Sünde und Schuld hin musste, zu Gott, der ihm dann Gnädig gewesen ist. Herr Beimdieke wies darauf hin, dass die Gnade nicht nur bei der Bekehrung nötig sei, sondern jeden Tag. Weil wir jeden Tag Schuld auf uns Laden, können wir nur durch die Gnade Gottes Vergebung erlangen. Mit einem gemeinsamen Imbiss wurde der Abend beendet.
P.S. Die Suppe wurde von allen Sängern gelobt und wir Sagen der Küche ein herzliches Dankeschön. Ein Dank auch an Herrn Beimdieke für die zur Verfügung gestellten Bilder.
Donnerstag, 5. November 2009
Gottesdienst am 01.11.09 in Gilsbach
In diesem Jahr fiel der Feiertag Allerheiligen auf einen Sonntag. Pfarrer Thomas Walter sagte dass dieser Tag überwiegend für unsere katholischen Geschwister eine Bedeutung hat. Dies träfe aber nicht zu, da Gott alle die an Ihn glauben Heilig sprich und so dieser Tag auch für uns eine Bedeutung hat. Gott spricht uns Heilig, aber wenn man dann sein eigenes Leben betrachtet und man ehrlich mit sich selbst ist, kann das eigentlich nicht möglich sein. Jemand der diesen Anspruch auf keinem Fall angenommen hätte, war Dietrich Bonhoeffer. Ihn hatte Pfarrer Walter zum Thema der Predigt ausgewählt. Dietrich Bonhoeffer ist aus der Kirchengeschichte nicht mehr wegzudenken. Seine Texte die er in der Gefangenschaft verfasst hat sind weit bekannt. Das Lied “Von guten Mächten wunderbar geborgen” gehört dazu und wurde auch in diesem Gottesdienst gesungen. Was Dietrich Bonhoeffer in seiner Gefangenschaft und erst recht nach dem Scheitern des Attentats auf Hitler, wo für ihn klar war was ihn erwartete, durchgemacht hat, können wir nur erahnen.
Trotz allem war er immer Vorbild für andere. Er sprach den Mitgefangenen Mut zu, er redete mit seinem Wachmann über Gott, hielt Andachten für seine Mitgefangenen. In seinem Gedicht, Wer bin ich? wird unter anderem auch deutlich was seine Mitgefangenen über ihn sagten.
Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle
gelassen und heiter und fest
wie ein Gutsherr aus seinem Schloss
Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,
als hätte ich zu gebieten.
Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
wie einer, der Siegen gewohnt ist.
Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,
umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,
müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?
Wer bin ich? Der oder jener?
Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer?
Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler
Und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?
Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,
das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?
Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!
Dietrich Bonhoeffer , 1944, aus der Haft in Tegel
Der Lagerarzt der bei der Hinrichtung dabei sagte.
Auch an der Richtstätte selbst verrichtete er noch ein kurzes Gebet und bestieg dann mutig und gefasst die Treppe zum Galgen. Der Tod erfolgte nach wenigen Sekunden. Ich habe in meiner fast 50 jährigen ärztlichen Tätigkeit kaum je einen Mann so gottergeben sterben sehen"
In dieser Situation so zu leben, so zu handeln, wer kann das?
Bonhoeffer konnte es weil er ganz auf Gott vertraute und alles aus seiner Hand nahm.
Er wusste das dieses Ende für ihn ein neuer Anfang bei Gott ist.
Seine leben und handeln sollten wir als Vorbild für unser Leben nehmen.
